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| Tag der Kinderrechte 2011 |
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Deutscher Kinderschutzbund Leipzig: Kinderrechte in Deutschland – Projekte vor Ort 20. November ist Tag der Kinderrechte Am 20. November 1989 wurde die UN-Kinderrechtskonvention von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet. Alle Kinder auf der Welt erhielten damit verbriefte Rechte auf Entwicklung, Schutz, Förderung, Bildung und Beteiligung über alle sozialen, kulturellen, ethnischen oder religiösen Unterschiede hinweg. „Über 20 Jahre später sind die Kinderrechte noch nicht im Grundgesetz verankert“, sagt Kristin Drechsler, Geschäftsführerin des Kinderschutzbund Leipzig. „Bei vielen Entscheidungen werden die Interessen der Kinder nicht beachtet, das muss sich dringend ändern.“ Dabei ist in Artikel 3 der UN-Kinderrechtskonvention festgehalten, dass das Wohl des Kindes bei allen Maßnahmen, die Kinder betreffen, Vorrang haben muss – sei es bei Gesetzen, im Gerichtssaal, vor Ort in Kindergärten, Schulen und in den Familien. Die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz wäre ein Auftrag, alle Gesetze darauf zu überprüfen, ob sie dem Recht des Kindes auf soziale Sicherheit, auf Bildung und auf Partizipation gerecht werden. „Dies wäre eine wirkliche Stärkung der Kinderrechte und ein wichtiges Signal“, erklärt Kristin Drechsler weiter. „Die Verwirklichung der Kinderrechte geht uns alle an. Deshalb arbeiten wir, wie in jedem Jahr an diesem Thema und entwickeln gemeinsam mit Kindern und Mitarbeitern Projekte, die dann hier vor Ort und zeitnah umgesetzt werden.“ In diesem Jahr haben die Hortkinder des Blauen Elefanten in der Tarostraße 17/19 zusammen mit ihren Erziehern einen Film über die Kinderrechte gedreht. Sie haben dafür recherchiert, haben Passanten auf der Strasse nach ihrer Meinung gefragt und haben sich selber interviewt. Dabei konnten sie entdecken, dass viele Erwachsene die Kinderrechte für sehr wichtig halten, aber die Kinder wünschen sich die Umsetzung an vielen Stellen doch noch mehr, z.B. dass Eltern anklopfen, bevor sie ins Zimmer ihrer Kinder kommen. Ein anderes, wichtiges Projekt wird vom Kinderbüro durchgeführt. Am 19.11.2011 ab 11 Uhr wird im Stadteilladen Leipziger Westen (Karl-Heine–Straße 54) die Ausstellung „Der Leipziger Westen aus Kindersicht“ eröffnet. Grundschulkinder aus dem Leipziger Westen wurden im Rahmen des Schreibwettbewerbes „Kinderstraßen – die Straße in der ich wohne“ eingeladen ihr nahes Lebensumfeld zu beschreiben. Dieser Wettbewerb wurde mit finanzieller Unterstützung durch das Förderprogramm „Kids im Stadtteil“ im EFRE-Stadtentwicklungsgebiet Leipzig – Lindenau/Plagwitz und durch eine anteilige Förderung der Stadt Leipzig durchgeführt. Neben der Präsentation des entstandenen Buches „Der Leipziger Westen aus Kindersicht“ findet eine Lesung einzelner Kinderbeiträge statt. Ein besonderer Programmpunkt erwartet die jungen Gäste mit einer Lesung von André Kudernatsch, Chef des MDR Figaro Figarino und Max Reeg. Beide lesen Auszüge aus dem Buch „Der Pantoffelpirat und seine uncoolen Kumpels“. Die Ausstellung ist bis zum 31.1.2012 im Stadtteilladen zu sehen. Zur Ausstellungseröffnung und weiteren Besichtigung sind alle herzlich eingeladen. |
